Die Ursprünge des europäischen Stiftungswesens liegen in der griechisch-römischen Antike. Laut Michael Borgolte, Mittelalterhistoriker mit einem Forschungsschwerpunkt auf Stiftungen, geht das römische Stiftungswesen bis ins erste vorchristliche Jahrhundert zurück. Im Römischen Reich entwickelte sich für wohlhabende Bürger eine Art Standespflicht, mit philanthropischen Stiftungen der Allgemeinheit zu dienen. Bedeutende Stifter waren auch die Kaiser seit Augustus (27 v. bis 14 n. Chr.). Stiftungen dienten etwa dazu, Thermen oder Bibliotheken zu errichten oder auch den Straßenbau voranzutreiben. Solche Taten sollten dem Ruhm beziehungsweise Nachruhm der Stifter dienen.
Eine kurze Geschichte des deutschen Stiftungswesens
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