Was wäre München ohne seine Stiftungen?

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Daneben fördern Stiftungen auch wichtige Museen, wie z.B. die Pinakothek der Moderne, welche vier vollkommen eigenständige Museen unter ihrem Dach vereint. Im Haus der Kunst wurde die gleichnamige Stiftung durch die großzügige Spende eines Unternehmers gegründet, um den inhaltlichen Teil des dortigen Museums zu lenken.

Oder die Stiftung Deutsches Jagd und Fischereimuseum. Auf Initiative von diversen Vereinen, der Landeshauptstadt München und dem Freistaat Bayern, errichtete sie das gleichnamige, über die Stadtgrenzen bekannte, Zentrum der Geschichte der Jagd und Fischerei.

Des Weiteren profitiert Münchens Bevölkerung von vielen größeren und kleineren kulturellen Förderprojekten, finanziert durch das gesellschaftliche Engagement von Institutionen, Unternehmen, Banken und Privatleuten. Alleine die Kulturstiftung der Stadtsparkasse München, die Hypo Kulturstiftung und die Hauck& Aufhäuser Kulturstiftung unterstützten bisher über hunderte Projekte rund um Kunst, Musik und Literatur in München.

München
Auch die Münchner Frauenkirche – das Wahrzeichen der Stadt – wird von einer Stiftung getragen.

Sogar das erzbischöfliche Ordinariat bedient sich der Vorteile, die eine Stiftung bietet und hat zur Förderung und Erhaltung von besonderen Bauwerken gleich mehrere errichtet: Münchens Wahrzeichen, der Dom, steht unter dem Schutz der Metropolitan-und Pfarrkirchenstiftung „Zu Unserer Lieben Frau“ und auch die Heilig Geist Kirche, direkt neben dem Viktualienmarkt, wird von einer Stiftung verwaltet.

Doch auch soziales Engagement wird durch schier unzählige Stiftungen in München gefördert und gelebt.

Da gibt es die Anstalten, wie z.B. das Waisenhaus am Nymphenburger Kanal, welches auf eine lange Geschichte diverser privaten Spenden und Stiftungen zurückblickt und heute selbst eine ist, oder die Blindeninstitutsstiftung, welche seit 30 Jahren das Münchner Blindeninstitut betreibt. Ein Beispiel aus unseren Tagen ist die HORIZONT Jutta Speidel Stiftung, die seit 2006 im Münchner Norden ein Haus für obdachlose Kinder und deren Mütter unterhält. Und nicht zu vergessen, der Dinosaurier unter den Münchner Stiftungen: Die Heiliggeistspital-Stiftung. Sie ist mit ihren über 800 Jahren die älteste Stiftung Münchens.

Auch im medizinischen Bereich wäre vieles ohne Stiftungen nicht denkbar: die Augenklinik Herzog Carl Theodor in der Nymphenburger Straße ist selbst eine Stiftung, die Stiftung Das neue Hauner, setzt sich für den Neubau der renommierten Kinderklinik auch materiell ein – um nur zwei Beispiele zu nennen.

Etliche der kleinen und großen Stiftungen, die sich für die sozialen Belange der Münchner Bevölkerung einsetzen, helfen, wo es nötig ist. So z.B. die Bayerische Polizei-Stiftung, die, 1977 gegründet, Witwen und Waisen von im Dienst ums Leben gekommenen Polizeivollzugsbeamten unterstützt. Aber auch die Stiftung Lebenshilfe München, die Castringius Kinder- und Jugend-Stiftung, und last but not least die Münchner Kindl Stiftung, die sich für die Errichtung von Kinderspielplätzen, und viele weitere Projekte der Kinder- und Jugendpflege im Großraum München einsetzt, sind aus der Stadt kaum mehr wegzudenken.

Diese Liste wäre noch beliebig fortsetzbar und erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. Doch eines wird auf diesem kleinen Streifzug durch die bayerische Landeshauptstadt in jedem Fall deutlich: Ohne Stiftungen und das damit verbundene gesellschaftliche Engagement, wäre München keinesfalls so vielfältig wie es heute ist. Und immer neue Initiativen, Projekte und Neugründungen lassen uns gespannt erwarten, was aus ihnen in Zukunft noch entstehen mag.

 

Tipp: Aktuelles über den MünchnerStiftungsFrühling und die Teilnehmer aus der Münchner Stiftungsszene finden Sie hier.