Bundesverband: Mitgliederrückgang, aber finanzielle Stabilisierung

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Der Bundesverband Deutscher Stiftungen hat im Jahr 2024 unterm Strich 323 Mitglieder verloren. Insgesamt verließen 653 Mitglieder den Verein. Damit zählte die Interessenvertretung zum Stichtag 31. Dezember 4.546 Mitglieder. Der Verlust sei in erster Linie auf die Beitragsreform zurückzuführen, die zum 1. Januar 2023 in Kraft getreten war – entsprechend hatte der Verband einen ungewöhnlich hohen Wert erwartet.

Neben den Austritten aus finanziellen Gründen seien 181 Mitglieder aufgrund der fehlenden Übermittlung der neuen Beitragsbemessungsgrundlage aus dem Verband ausgeschlossen worden. Durch die Entwicklung ist das Wachstum der Jahre 2020 bis 2022 wieder abgetragen. Die Zahl der Stiftungen, die dem Verband angehören, liegt nun bei 4.115 gegenüber 4.172 im Jahr 2020, die Zahl der „Freunde“, die Ehrenmitglieder und kommerzielle Partner umfassen, bei 431 gegenüber 505.

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Mehr Austritte, mehr Eintritte

Auf der Habenseite kann der Verband ein Wachstum der Neuzugänge verzeichnen: 208 neue Mitglieder traten dem Verband bei, darunter 136 Stiftungen und Stiftungsverwaltungen sowie 72 Freunde. Die im Verband zum Teil kontrovers diskutierte erste Beitragsreform seit vielen Jahren habe auf eine faire und transparente Beitragsstruktur abgezielt – und wurde laut dem Bundesverband von der Mehrheit der Mitglieder akzeptiert. Sie solle dabei helfen, die Kernaufgaben zu stärken und notwendige Investitionen zu tätigen. Diese beinhalten insbesondere den Ausbau der digitalen Infrastruktur, um den Mitgliedern einen verbesserten Service und effizientere Prozesse zu bieten. Ein Beispiel hierfür ist die auf drei Jahre angelegte phasenweise Erneuerung der digitalen Infrastruktur, die im Spätsommer 2024 gestartet worden sei.

Überschuss von einer Million Euro

Finanziell hat sich die Lage des Bundesverbands inzwischen verbessert. Die Gesamterträge stiegen laut Jahresbericht auf rund sieben Millionen Euro, was der höchste Wert der vergangenen zehn Jahre ist. Der Jahresüberschuss belief sich auf rund eine Million Euro, eine Steigerung von etwa 400.000 Euro gegenüber dem Vorjahr und der mit Abstand höchste Wert seit 2015. Die Ausgaben sanken mit rund sechs Millionen Euro, mit Ausnahme des Coronajahrs 2020, auf den niedrigsten Wert seit 2016. Eine „deutliche Reduzierung der Aufwendungen“ im vergangenen Jahr habe sich bei den Personalkosten ergeben, so der Bundesverband, der auf vakante und nicht wieder besetzte Stellen verweist.

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