Zum 100-jährigen Vereinsbestehen 2004 haben der SC Freiburg und die Stadt Freiburg die Achim-Stocker-Stiftung Freiburger Fußballschule gegründet, benannt nach dem langjährigen Präsidenten des als Ausbildungsvereins bekannten Breisgauer Fußballclubs. Stiftungszweck ist die Förderung von Sport, Bildung und Erziehung – zum einen beim Nachwuchs in der vereinseigenen Fußballschule, zum anderen in der Region.
Der SC Freiburg hat 250.000 Euro bar in das Stiftungsvermögen eingebracht, dazu den Ausbau seines Fußballinternats und einen Neubau am Möslestadion, dem Zweitplatz der Freiburger, auf dem die Amateure und Jugendlichen spielen und trainieren. Die Stadt Freiburg garantiert die unentgeltliche Nutzung der Fußballwiese, so lange es die Stiftung gibt. Die gemeinnützige Stiftung ist anerkannt als rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts.
Durch die breite Unterstützung in der Stadt sowie aus allen Vereinsgremien erlebte die Stiftung einen starken Start. Als der Club im Frühsommer 2004 seinen 100. Geburtstag feierte, da war längst beschlossen, dass alle Überschüsse in die Talentförderung bei der vereinseigenen Schule fließen sollten.
Aus dem Grundgedanken, dass der 100. Geburtstag nicht dem Zurückblicken, sondern dem Vorausschauen gewidmet werden sollte, entstand dann das Konzept, eine Stiftung ins Leben zu rufen. Auch diese Idee unterstützte der Freiburger Gemeinderat einhellig.
Auch bei der Benennung der Stiftung blieben Kontroversen aus. Von 1972 bis zu seinem Tod war Regierungsdirektor Achim Stocker Vorsitzender und Motor des Vereins, der mit Abstand dienstälteste Vorsitzende im deutschen Profifußball – und zugleich einer der innovativsten Köpfe der Branche. Auf Initiative von Stocker und dem von ihm verpflichteten Trainer Volker Finke hatte der Verein 2001 seine Fußballschule gegründet, die seitdem vielen anderen Clubs als Modell gilt.
