Körber-Stiftung

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Die Körber-Stiftung verfügt über ein Stiftungskapital (Stand 02/2015) in Höhe von 526 Millionen Euro. Sie ist alleiniger Eigentümer des Maschinenbauers Körber AG. Durch Dividendenzahlungen dieser Aktiengesellschaft kann sie ihre Förderungen abdecken. Sie beziehen sich auf die Bereiche internationale Politik, Bildung, Wissenschaft, Gesellschaft und Kultur.

Geschichte und Aufbau

Die Körber-Stiftung geht auf den Gründer Kurt A. Körber (1909-1992) zurück. Bei diesem handelt es sich um einen Unternehmer aus dem Bereich Maschinenbau. Dieser tat sich schon vor der bis heute bestehenden Stiftung durch ein Mäzenatentum hervor und unterstützte kulturelle Einrichtungen und technisch versierte junge Personen. 1959 wurde die eigentliche Stiftung gegründet. Sie betreibt Niederlassungen an den Standorten Hamburg und Berlin und beschäftigt etwa 70 Mitarbeiter. Sie verfügt über ein Kapital von über 500 Millionen Euro und ist alleiniger Eigentümer der Körber AG. Letztere ist im Maschinenbau aufgestellt. Im Jahr 2013 wurden dort über 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt und ein Jahresumsatz in Höhe von über zwei Milliarden Euro erzielt. Aus diesem Unternehmensbesitz erhält die Körber-Stiftung eine Dividende, die für gemeinnützige Anliegen eingesetzt wird.
Die Stiftung verfügt über die Organe Vorstand, Stiftungsrat und Kuratorium. Der Vorstand verantwortet die eigentliche Arbeit. Er wird dabei vom Stiftungsrat überwacht. Demgegenüber hat das Kuratorium die Funktion, die Vermögensverwaltung zu beaufsichtigen und grundlegende finanzielle Entscheidungen zu treffen.

Förderung

Die Körber-Stiftung unterstützt Projekte aus fünf Bereichen. Dabei geht es ihr um die Stärkung des Zivilgesellschaft und um Teilhabe an der gesellschaftlichen Zukunft. Die fünf Bereiche sind:

  • Internationale Politik. Ein internationales Dialog wird angestrebt. Dieses betrifft Themen, wie Sicherheitspolitik, Klimawandel und Ressourcenverwendung. Schwerpunktländer sind China und Indien.
  • Bildung. Schwerpunkt bilden die deutsche und europäische Geschichte. Bildung wird als Schlüsselbegriff zur Identitätsentwicklung verstanden.
  • Wissenschaft. Die Wissenschaft wird als wesentlich für die Zukunft der Gesellschaft angesehen. Dieses gilt insbesondere für den MINT-Bereich, auf dem ein Schwerpunkt liegt.
  • Gesellschaft. In einer alternden Gesellschaft werden immer mehr Seniorinnen und Senioren leben. Deren Partizipation soll durch neue Projekte gestärkt werden.
  • Kultur. Insbesondere der Kulturstandort Hamburg soll gefördert werden. Dabei wird ein Projektschwerpunkt im Bereich Musik gelegt.

Aus allen diesen Bereichen werden Projekte von der Stiftung geplant und als Programm veröffentlicht. Dieses kann über die Website koerber-stiftung.de eingesehen werden. Über Diskussionsrunden hinaus sind Preise und Stipendien vorgesehen. Für die Arbeit ist jährlich ein Gesamtbetrag von 17 Millionen Euro vorgesehen.