Die Deutsche Herzstiftung ist mit einem wiedergewählten Vorstand in die Amtszeit 2026 bis 2030 gestartet. Auf der Mitgliederversammlung der als Verein organisierten Stiftung in Frankfurt am Main wurde Thomas Voigtländer als Vorstandsvorsitzender bestätigt. Neu in das Gremium rückte Volker Fitzner als Schatzmeister nach. Der frühere Partner und Global Chemicals Leader bei PwC Deutschland folgt auf Gunter Anders, der sein Amt nach mehr als 27 Jahren im Vorstand aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt hat. Das teilte die Herzstiftung Ende Juni mit.
Voigtländer erklärte auf der Hauptversammlung: „Diese gebündelte Expertise im Vorstand auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Medizin sowie der Bereiche Wirtschaft und Medien ist enorm wichtig, besonders in einer Phase struktureller Veränderungen im Gesundheitswesen.“ Mit Blick auf die Versorgung von Herzpatienten ergänzte er, man müsse „in dieser Umbruchsphase die Bedürfnisse der Herzpatienten, ganz besonders derjenigen mit akutem Versorgungsbedarf, im Blick behalten“.
Über 107.000 Mitglieder
Stellvertretender Vorsitzender bleibt Heribert Schunkert, Kardiologe am TUM Universitätsklinikum Deutsches Herzzentrum München und neuer Vorstandssprecher des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung. Dem Vorstand gehören außerdem Christiane Tiefenbacher, Stephan Achenbach, Jan Gummert, Stefan Hofer, Bernhard Schwaab sowie die Medizinjournalistin Vera Cordes an.
Die 1979 gegründete Deutsche Herzstiftung ist mit rund 107.300 Mitgliedern nach eigenen Angaben die größte gemeinnützige und unabhängige Patientenorganisation für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Deutschland. Sie finanziert ihre Arbeit aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Zuwendungen sowie aus Erbschaften und Vermächtnissen. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte die Organisation Erträge von 21,37 Millionen Euro Den Einnahmen standen Aufwendungen von 19,35 Millionen Euro gegenüber.
Fördervolumen von 6,7 Millionen Euro
In der Forschungsförderung arbeitet die Herzstiftung eng mit der von ihr mitgegründeten Deutschen Stiftung für Herzforschung zusammen. Auf ihrer Website bezeichnet die Herzstiftung die Stiftung für Herzforschung als Tochterorganisation. Forschungsanträge werden über beide Organisationen abgewickelt. Das Fördervolumen beider Einrichtungen betrug im vergangenen Jahr 6,74 Millionen Euro. Aufgewendet wurde der Betrag für Wissenschaftsprojekte und patientennahe Forschungsvorhaben in Kardiologie, Kinderkardiologie und Herzchirurgie.
Ein Beispiel für die konkrete Stiftungsarbeit ist die Initiative „Herzsicher“, die die Herzstiftung gemeinsam mit der Björn-Steiger-Stiftung und dem Deutschen Fußball-Bund trägt. Das Programm finanziert die Ausbildung von Schulen, Vereinen und Betrieben in Wiederbelebungsmaßnahmen.
