11.07.2015 | Von Die Stiftung

Aenne-Burda-Stiftung

Aenne Burda und die Stiftungsgründung

Aenne Burda war eine erfolgreiche Verlegerin von deutschen Zeitschriften. Sie lebte von 1909 bis 2005. Nach dem zweiten Weltkrieg begann sie mit ihrem Verlag Burda Moden. Damit war sie so erfolgreich, dass sie 45 Jahre lang die Verlagsspitze anführte. Von ihrem Erfolg wollte sie etwas abgeben, deshalb engagierte sie sich ihr Leben lang aktiv für Stiftungen und gründete selbst zwei Stiftungen.

Förderbereiche der Stiftung

Die von Aenne Burda gegründete Stiftungen förderen vor allem Kultur, Kunst, Denkmal- und Umweltschutz. Dies waren Themen, die Aenne Burda selbst sehr wichtig waren. Die Stiftung machte Kunstausstellungen möglich und förderte gleichzeitig junge, talentierte Künstler, die nicht über die nötigen finanziellen Mittel verfügten. Zusätzlich engagiert sich ihre Stiftung in der Altenpflege. Mit der Stiftung sollen vor allem hilfsbedürftige Menschen unterstützt werden. Diese Unterstützung findet vor allem in Offenburg statt, dem Geburtsort von Aenne Burda.

Förderprojekte

Da Aenne Burda eine gute Altenpflege sehr wichtig war, setzte sich die Stiftung in den 90er Jahren für den Bau von betreuten Altenwohnungen ein. Insgesamt wurden mithilfe der Stiftung über 50 betreute Altenwohnungen in Offenburg geschaffen. Fertig waren die Wohnungen im Jahr 2001. Der Bau der Wohnungen erfolgte in Kooperation mit der Stadt Offenburg. Planung und Bau der Wohnungen fanden zu einer Zeit statt, in der betreutes Wohnen erst langsam entstand und ein massiver Mangel an entsprechenden Wohnungen herrschte. Oft konnten sich nur reichere Menschen diese betreuten Wohnungen leisten. Mit der Aenne-Burda-Stiftung wurden diese Wohungen auch für ärmere Menschen erschwinglich. Aenne Burde spendete mit ihrer Stiftung nicht nur Geld für den Bau der Altenwohnungen sondern engagierte sich selbst noch im Stiftungsrat aktiv und traf die wichtigsten Entscheidungen über ihre Stiftung selbst. Dabei war ihre Tätigtkeit in der Stiftung selbstverständlich immer ehrenamtlich. Der Bau der Altenwohnungen kostete insgesamt 9,3 Millionen Euro und die Bauzeit betrug 20 Monate. Die Kosten teilten sich die Stiftung und die Stadt Offenburg. Heute sind die Altenwohnungen unter dem Namen „Vinzentiushaus Offenburg GmbH“ bekannt.

Artikel teilen