04.12.2018 | Von Martina Benz

Überlebende und Stifterin – Variationen einer Geschichte

In Ausgabe 6-2018 von DIE STIFTUNG stellen wir die Geschichte von Juliane Koepcke vor, die 1971 über dem peruanischen Regenwald abstürzte. Sie war die Einzige, die das Flugzeugunglück überlebte. Ihre Geschichte ist inzwischen mehrfach erzählt worden.

Juliane
Die Teile des abgestürzten Flugzeugs wurden kilometerweit im Urwald zerstreut. Erst bei den Dreharbeiten eines Dokumentarfilms von Werner Herzog tauchten einige Teile der Maschine wieder auf. Foto: J. Diller

In einer von insgesamt zehn einsamen und eiskalten Nächten im Regenwald Perus schwor sich die 17-jährige Juliane Koepcke 1971, diesem Wald und der Menschheit etwas zurückzugeben. Sie hatte als einzige den Absturz des Lansa-Flugs 508 überlebt, bei dem 91 Menschen umkamen – darunter ihre Mutter. Elf Tage lang schlug Juliane Koepcke sich durch den Dschungel. Heute ist sie 64, trägt den Nachnamen Diller und ist stellvertretende Direktorin und Bibliotheksleiterin der Zoologischen Staatssammlung München, wo sie auch ihren Mann kennenlernte. Tag für Tag widmen sie sich gemeinsam dem Naturschutz und der Erforschung des peruanischen Amazonasgebiets. Auch mit ihrer 2014 gegründeten Stiftung.

Wer wie durch ein Wunder einen Flugzeugabsturz und im Anschluss elf Tage alleine im peruanischen Regenwald überlebt, zieht die Aufmerksamkeit der Medien auf sich. Bis der Regisseur Werner Herzog wegen eines Dokumentarfilms auf sie zukam, lehnte Diller die meisten Medienanfragen jedoch ab. Inzwischen lässt sie sich auf einige davon ein und hat auch mit DIE STIFTUNG für die Ausgabe 06-2018 gesprochen, woraus der Beitrag „Vom Himmel gefallen“ entstanden ist.

Weitere Publikationen zu Juliane Dillers Geschichte:

Filme:

  • Ein Mädchen kämpft sich durch die grüne Hölle. Spielfilm von Giuseppe Maria Scotese, USA, Italien, 1974
  • „Schwingen der Hoffnung“ („Wings of Hope“). Dokumentarfilm von Werner Herzog, 2000

Fernsehsendungen:

  • „Julianes Sturz in den Dschungel“ von Werner Herzog. Reihe „Höllenfahrten“, ZDF, 1998
  • „Johannes B. Kerner“, Talkshow, ZDF, 2000
  • „Markus Lanz“, Talkshow, ZDF, 2009
  • „Kölner Treff“ mit Bettina Böttinger, WDR, 2011
  • „Juliane Koepcke – Die Frau, die vom Himmel fiel“. Reihe „Was wurde aus …?“, Servus TV, 2012
  • „Menschen der Woche“ mit Frank Elstner, SR Fernsehen, 2012
  • „Juliane Koepcke: How I survived a plane crash“, Live-Interview für Outlook, BBC World Service, London, 2012
  • Talkshow „Günter Jauch“: „Glückssache Leben – worauf kommt es wirklich an?“, im Rahmen der ARD-Themenwoche „Glück“, 2013
  • „Der Regenwald rettete Juliane Diller das Leben“. Reihe „Planet Wissen“ mit Birgit Klaus und Dennis Wilms, WDR/ARD-alpha, 2015
  • „Aus dem Himmel gefallen: Absturz über dem Dschungel“. Reihe Lebenslinien, BR (Bayerischer Rundfunk), 2015
  • „Quälende Ungewissheit“, Talkshow SWR Nachtcafé mit Michael Steinbrecher, 19.10.2018

Publikationen:

  • „Als ich vom Himmel fiel“ (mit Beate Rygiert), Malik / Piper, 2011. Übersetzt in 10 Sprachen, 2011 mit dem Internationalen Buchpreis Corine ausgezeichnet (Kategorie Klassik Radio Publikumspreis)
  • „Juliane fällt vom Himmel“. Kinderbuch. Aquarelle: Bruder Lukas Rügenberg, Benediktinerabtei Maria Laach; Text: Thomas Heinzeller. Edition Kalk, 2016
  • „Panguana – Forschung und Naturschutz im peruanischen Regenwald“. Broschüre der Hofpfisterei München mit Text und Fotos von J. Diller

Zeitungsartikel:

  • Münchner Uni-Magazin, Heft 1.2013, S. 28-29: „Die Biologin und der Silbervogel“, von David Lohmann
  • Bild der Wissenschaft, Heft 8.2011, S. 36-39: „Paradies Panguana“, von Gunnar Henze
  • Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 28. März 2011: „Im Dschungel Perus. Abgestürzt in den Sinn des Lebens“, von Martin Gropp
  • Süddeutsche Zeitung, Heft 34, 25. August 2014: „Warum ich?“ Von Johannes Waechter u.a.

Webinar:

Artikel teilen