24.11.2017 | Von Die Stiftung

Mindfire-Stiftung sucht Talente für künstliche Intelligenz

Die Schweizer Mindfire-Stiftung will zusammen mit den schlausten Köpfen aus der ganzen Welt die künstliche Intelligenz weiterentwickeln.

Künstliche Intelligenz Mindfire-Stiftung
Die Mindfire-Stiftung sucht Talente, um eine künstliche Intelligenz aufzubauen und diese zum Wohl der Menschheit einzusetzen. Grafik: Mindfire-Stiftung

Mitte November präsentierte die Mindfire-Stiftung an der ETH Zürich ein neuartiges Modell der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft: Im Gegensatz zu anderen Initiativen im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) ist Mindfire eine unabhängige Bewegung, die Einzelpersonen, Forschungsinstitutionen und Firmen vereint. Das Ziel der Initiative ist es, die Prinzipien menschlicher Intelligenz zu verstehen und so künstliche Intelligenz für Menschen nutzbar zu machen.

In der Entwicklung von KI liegt der Fokus gewöhnlich auf Algorithmen. „Die heutigen Systeme sind aber nicht in der Lage zu verstehen, was der Unterschied zwischen einer Katze und einem Hund ist. Oder was es bedeutet, ein Paar Schuhe zu tragen“, sagt Pascal Kaufmann, Präsident der Mindfire-Stiftung. „Was kannst du mit einem Paar Schuhen tun? – die meisten Maschinen würden auf diese Frage die naheliegendste Antwort liefern, während Menschen fähig sind, Wissen zu transferieren und neue Lösungen zu entwickeln, wie beispielsweise: Nägel einschlagen, kleine Schiffe bauen, sie als Blumentopf nutzen.“

Superorganismus für künstliche Intelligenz

Für einen wirklichen Durchbruch in KI müsse ein Intelligenzsystem gleichzeitig Leistungsfähigkeit und Kompetenz kombinieren. Das Mindfire-Programm fokussiert deshalb nicht darauf, das Gehirn zu rekonstruieren – die Talente sollen gemeinsam die grundlegenden Prinzipien von Intelligenz verstehen und die richtigen Fragen stellen: „Wir holen systematisch die intelligentesten Köpfe der Welt aus Universitäten, Firmen oder auch Schüler direkt vom Gymnasium und bringen sie in einer inspirierenden Atmosphäre zusammen. So schaffen wir einen Superorganismus, um unser Verständnis von natürlicher und künstlicher Intelligenz zu erweitern“, erklärt Kaufmann. Ein kürzlich eingereichtes Blockchain- Patent ermögliche dabei den nahtlosen Transfer und die Dokumentation von geistigem Eigentum im Bereich Künstliche Intelligenz.

Rund 100 der klügsten Köpfe sollen sich im Frühling 2018 für eine erste Mission in Davos einfinden und zwei Wochen lang zusammen an den ungelösten Fragestellungen im Bereich KI arbeiten. Dieser Vorgang wird danach wiederholt, mit neuen Talenten aus verschiedenen Disziplinen in unterschiedlichen Zusammensetzungen. So wird mit jeder Mission systematisch die Kompetenz des Netzwerks erweitert. Zurzeit wählt Mindfire die Talente für die Missionen aus, Bewerber müssen ihre akademische und berufliche Laufbahn vorweisen und argumentieren, warum gerade sie ausgewählt werden sollten.

Die Mindfire-Stiftung und Künstliche Intelligenz

Die unabhängige Mindfire-Stiftung wurde im Juli 2017 gegründet. Ihr Ziel ist es, die Schweiz zum neuen Epizentrum für KI zu machen und als Non-Profit-Organisation das geistige Eigentum von KI zum Wohl der Menschheit einzusetzen. Die Stiftung wird vom Schweizer Unternehmer und KI-Pionier Pascal Kaufmann, Co-Gründer von Starmind, einer Firma die selbstlernende Netzwerke bildet, geleitet.

www.mindfire.global

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