Eine internationale Studie der Bertelsmann Stiftung zu Religion ergab, dass jeder zweite Deutsche den Islam als Bedrohung empfindet. Noch ausgeprägter ist das Ergebnis in Spanien und der Schweiz.
Zudem lehnt die Hälfte der Bundesbürger die Aussage ab, dass der Islam in die westliche Welt passe.
Das Judentum halten 19% der fast 2.000 Befragten in Deutschland für eine Bedrohung. Zugleich sagen aber 85%, dass man allen Religionen gegenüber offen sein sollte. Und 60% der Befragten empfinden die wachsende religiöse Vielfalt als eine Bereicherung.
Eine negative Einstellung zu Islam oder Christentum ist stark abhängig von der Region: So fühlen sich die Menschen in Israel mit 76% stark vom Islam bedroht, die Schweiz liegt mit 50% noch vor den USA mit 42%. Auf der anderen Seite nehmen 32% der Befragten in der Türkei und 27% der Israelis das Christentum als Bedrohung wahr.
In die Studie zur gesellschaftlichen Bedeutung von Religion und Werten flossen die Antworten von 14.000 Menschen in Deutschland sowie in zwölf anderen Ländern ein.
