04.10.2017 | Von Die Stiftung

Gemeinsam mehr bewirken

Das zu Jahresbeginn gegründete „Netzwerk für Entwicklungszusammenarbeit“ vereint die Interessen zivilgesellschaftlicher Organisationen und ermöglicht Kooperationen der verschiedenen Akteure in der Entwicklungszusammenarbeit in Liechtenstein.

Netzwerk
Durch das Ineinandergreifen des Engagements von den Mitgliedsorganisationen des Netzwerks für Entwicklungszusammenarbeit kann die Wirkung der Arbeit erhöht werden. Foto: kaemte / pixelio.de

Viele Menschen in Liechtenstein engagieren sich für benachteiligte Menschen auf allen Kontinenten. Sie führen zahlreiche, ganz unterschiedliche Projekte und Aktivitäten im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und der internationalen Solidarität (insbesondere in den Themenfeldern Flüchtlinge und Menschenrechte) aus. Das gemeinsame Bestreben dieser Projekte ist es, die Lebensbedingungen von benachteiligten Menschen zu verbessern und sich für eine sichere und würdige Zukunft der nachwachsenden Generationen einzusetzen.

Bis jetzt waren diese Einzelpersonen und Organisationen mehrheitlich alleine unterwegs. Zudem fehlte ein Überblick über das zivilgesellschaftliche Engagement im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und über die Vielzahl an verschiedenen Initiativen und Akteuren. Seit der Gründung des „Netzwerk für Entwicklungszusammenarbeit (NEZA)“ im Januar 2017 gibt es eine Plattform für den Austausch der zivilgesellschaftlichen Organisationen und ein gemeinsames Auftreten nach außen.

Entwicklungszusammenarbeit sichtbar machen

Das Netzwerk vereinigt Organisationen und Privatpersonen in Liechtenstein, die sich für Entwicklungszusammenarbeit einsetzen. Es dient dem gegenseitigen Austausch, der Sichtbarmachung des zivilgesellschaftlichen Engagements sowie der Verankerung der Entwicklungszusammenarbeit in Bevölkerung, Wirtschaft und Politik.

Insbesondere will das NEZA die Bevölkerung für globale Zusammenhänge und die Notwendigkeit internationaler Solidarität sensibilisieren und für die Interessen der Menschen in Entwicklungsländern bei Akteuren aus Politik und Wirtschaft eintreten.  Ein weiteres Ziel des Netzwerks ist es, die Wahrnehmung und Wertschätzung des zivilgesellschaftlichen Engagements in Liechtenstein zu fördern, indem es eine Plattform bietet, auf der sich die beteiligten Organisationen besser kennenlernen und koordinieren können.  Die Projektarbeit der einzelnen Mitglieder soll durch Erfahrungsaustausch und Weiterbildung gestärkt werden.

Das Netzwerk und die Stiftungen profitieren voneinander

Zur Umsetzung der Ziele in der internationalen Zusammenarbeit und zur Wahrnehmung der Verantwortung Liechtensteins im Bereich der gesellschaftlichen Solidarität ist ein gut funktionierendes Zusammenspiel der verschiedenen Akteure von zentraler Bedeutung. Durch einen organisierten Auftritt der zivilgesellschaftlichen Akteure im NEZA, der gemeinnützigen Förderstiftungen durch die Vereinigung liechtensteinischer gemeinnütziger Stiftungen (VLGS) und der staatlichen Akteure im Bereich der Internationalen Humanitären Zusammenarbeit und Entwicklung, können gemeinsame Initiativen und Projekte einfacher in Angriff genommen werden.

Dabei ist auch die Sichtbarmachung der verschiedenen Leistungen von wesentlicher Bedeutung. Beispielsweise werden über die Webseite des NEZA Portraits und Aktivitäten deren Mitgliedsorganisationen präsentiert. Diese Steckbriefe der zivilgesellschaftlichen Organisationen können Förderstiftungen dabei helfen, unterstützungswürdige Projekte zu finden.

Die Nutzung von Synergien sind wesentliche Voraussetzung für eine zielführende und wirkungsvolle Arbeit. Gerade in Liechtenstein, wo die Wege kurz und persönliche Kontakte einfach möglich sind, bieten sich dadurch einzigartige Möglichkeiten, um gemeinsam mehr zu bewirken.

 

Zu den Autorinnen:

NetzwerkMaria Bieberschulte ist Mitarbeiterin der Vereinigung liechtensteinischer gemeinnütziger Stiftungen (VLGS).

 

 

 

NetzwerkAlice Nägele ist Mitgründerin des Netzwerks für Entwicklungszusammenarbeit (NEZA).

 

 

 

Das Netzwerk für Entwicklungszusammenarbeit: Zivilgesellschaftliche Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit in Liechtenstein haben sich im Januar 2017 zu einem Netzwerk zusammengeschlossen. Die Mitgliedsorganisationen engagieren sich in über 20 Ländern auf der ganzen Welt und haben im Jahr 2016 gesamthaft etwa 1.3 Millionen Franken an Spenden eingenommen und diese in zahlreiche Projekte einfließen lassen. Die Schwerpunkte liegen in den Bereichen Bildung, Soziales und Gesundheit.

Dieser Beitrag ist Teil der Themenwoche „Kooperationen“ von DIE STIFTUNG und dem Jahrespartner „Vereinigung liechtensteinischer gemeinnütziger Stiftungen (VLGS).

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