Zum zehnten Mal verleiht die Robert Bosch Stiftung den Journalistenpreis Bürgerschaftliches Engagement. Den ersten Preis verbunden mit 5.000 Euro erhält in diesem Jahr Christian Sywottek für seinen Artikel „Aus dem Nichts“, der im Magazin „brand eins“ veröffentlicht wurde. Für „Der Musikmann kommt!“ wird Jan-Geert Wolff von der Rhein Main Presse mit 3.000 Euro ausgezeichnet. 2.000 Euro und der dritte Preis gehen an Bernd Volland vom Magazin stern für „Am Anfang stand der Traum“. Den Marion-Dönhoff-Förderpreis (3.000 Euro) erhält Markus Wanzeck für „Profit macht nur der Kiez“, der in der taz erschien. Die beiden Lokalredakteure Michael Ohnewald und Thomas Faltin von der Stuttgarter Zeitung teilen sich den Serienpreis (5.000) für ihre Artikelserie „Die Engagierten“. Insgesamt werden 18.000 Euro Preisgeld vergeben.
Der Journalistenpreis Bürgerschaftliches Engagement wird seit 1998 verliehen. In zehn Jahren wurden über 1000 Einsendungen eingereicht und über 80 Preisträger ausgezeichnet. Im Jubiläumsjahr wurde mit 130 Bewerbungen ein neuer Rekord aufgestellt. „Die vielen hervorragenden Artikel über das Ehrenamt beschreiben nicht nur, wie Menschen allein oder gemeinsam etwas bewegen, sie vermitteln auch die Freude darüber, etwas zu bewegen. Und Freude ist die beste Werbung für Nachahmer“, fasst Dieter Berg, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch Stiftung, den Wettbewerb zusammen. Armut und Arbeitsplatzunsicherheit, aber auch Leben im Alter waren die zentralen Themen in diesem Jahr, so Berg weiter.
„Wir brauchen Journalisten, die es wirklich wissen wollen, die uns fordernd gegenübersitzen und uns auf den Zahn fühlen, die unsere Einmischung in öffentliche Angelegenheiten öffentlich kontrollieren“, sagt Festrednerin Christina Rau bei der Preisverleihung in Stuttgart. Das sei gut für die Qualität und Transparenz der Arbeit und schaffe Vertrauen bei denen, die „wir als Unterstützer gewinnen wollen“, so Rau.
Zehn Jahre Erfahrung mit dem Journalistenpreis Bürgerschaftliches Engagement und die zunehmende Bedeutung des Themas haben die Robert Bosch Stiftung dazu bewogen, den Preis ab 2008 um Hörfunk- und Fernsehbeiträge sowie Beiträge aus Online-Angeboten von Medien zu erweitern.
Der Journalistenpreis Bürgerschaftliches Engagement der Robert Bosch Stiftung wird jährlich ausgeschrieben. Ziel des Preises ist es, mehr Öffentlichkeit für das freiwillige Engagement von Bürgern in ihrem Gemeinwesen zu schaffen. Ausgezeichnet werden Berichte, Reportagen oder Kommentare, die beispielhaft darstellen und fragen, wie und warum Menschen für sich und für andere Verantwortung übernehmen.
