Die Bertelsmann-Stiftung hat in den vergangenen Wochen mehrere gesellschaftspolitische Studien veröffentlicht, die für große öffentliche Aufmerksamkeit gesorgt haben. In einer zusammen mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung angefertigten Untersuchung stellte die Gütersloher Organisation fest, dass Kurse zur Berufsqualifizierung von Jugendlichen oft nicht ihr Geld wert seien. Zudem sei das Angebot selbst für Fachleute kaum noch zu überblicken. Weiter attestierte die Stiftung der Bundesrepublik nur mäßige soziale Gerechtigkeit. In einem Vergleich mit 31 OECD-Staaten landete Deutschland lediglich im Mittelfeld. Defizite sah die Stiftung insbesondere in den Feldern Armutsvermeidung, Bildung und Arbeitsmarkt. In einer dritten Studie beschäftigte sich die Organisation schließlich mit den Ursachen der Kriminalität. Danach fördere vor allem mangelnde Bildung eine Verbrecherkarriere. Die Untersuchung steht jedoch in der Kritik. Den Autoren wird insbesondere eine zu mathematische und zu monokausale Herangehensweise vorgeworfen.
www.bertelsmann-stiftung.de
Bertelsmann-Studien zu Bildung, Beruf und Kriminalität
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