Zum 1. Juli 2025 übernimmt Prof. Roger Erb das Amt des Vorstands Wissenschaft bei der Stiftung Innovation in der Hochschullehre. Er folgt damit auf die Gründungsvorständin Prof. Evelyn Korn, die das Amt nach zwei Bestellungsperioden zum 30. Juni abgibt. Korn ist seit 2004 Professorin für Volkswirtschaftslehre an der Philipps-Universität Marburg und prägte als Gründungsvorständin maßgeblich Aufbau und Ausrichtung der 2020 ins Leben gerufenen Stiftung. Sie setzte sich besonders für die wissenschaftsgeleitete Auswahl innovativer Lehrprojekte und die Sichtbarkeit von Lehre ein. Jochen Zachgo, Vorsitzender des Bund-Länder-Gremiums der Stiftung, würdigte sie als „wissenschaftliches Aushängeschild der Stiftung“, wie es in der Pressemitteilung der Stiftung heißt
Einrichtungen und Akteure der Spitzenforschung erhalten auch Fördermittel von Stiftungen. Welche Rolle spielen sie, und welche Vorteile bietet diese Unterstützung gegenüber öffentlichen Geldgebern und Wirtschaftsakteuren?
Ihr Nachfolger Roger Erb ist seit 2010 Professor für Didaktik der Physik an der Goethe-Universität Frankfurt und seit 2022 Dekan des dortigen Fachbereichs Physik. Von 2018 bis 2021 war er Vizepräsident für Studium und Lehre an der Goethe-Universität. Zuvor hatte er Professuren an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd inne, wo er auch Prorektor für Studium und Lehre war. Erb ist zudem Mitglied des Direktoriums der Akademie für Bildungsforschung und Lehrkräftebildung in Frankfurt und engagiert sich seit vielen Jahren für innovative Hochschullehre.
„Ich freue mich darauf, mit meinen beiden Vorstandskolleginnen, den Gremien und allen Mitarbeiter:innen in der Stiftung Impulse setzen zu können für spannende Lehrformate an Hochschulen in ganz Deutschland,“ sagt Erb laut Pressemitteilung. „Lehre bringt Wissenschaft zu den Studierenden und sorgt dadurch für die Weiterentwicklung unserer Gesellschaft – und auch für mehr Rationalität in den Diskursen.“
Über die Stiftung
Die Stiftung Innovation in der Hochschullehre ist eine bundesweit tätige gemeinnützige Treuhandstiftung mit Sitz in Hamburg. Sie steht unter der Trägerschaft der Toepfer-Stiftung gGmbH, einer Tochtergesellschaft der Alfred-Toepfer-Stiftung F.V.S. Ihr Ziel ist es, Innovationen im Bereich des Lehrens und Lernens an Hochschulen zu ermöglichen und die „Erneuerungsfähigkeit der Hochschullehre kontinuierlich zu stärken“. Dazu fördert die Stiftung Projekte an einzelnen Hochschulen oder in Verbünden, bietet Vernetzungsangebote, unterstützt den Wissenstransfer und fördert den Austausch über Projektergebnisse.
Die Stiftung erhält jährlich ein Budget von 150 Millionen Euro aus den Wissenschaftsressorts von Bund und Ländern. Die Auswahl der Förderprojekte erfolgt auf Basis wissenschaftsgeleiteter Begutachtungs- und Auswahlverfahren. Seit ihrer Gründung wurden zahlreiche Projekte zur Digitalisierung, Netzwerkbildung und strukturellen Innovation in der Lehre gefördert, darunter die Förderlinie „Hochschullehre durch Digitalisierung stärken“ mit einem Gesamtfördervolumen von 330 Millionen Euro und die „Freiraum“-Ausschreibung, die die Förderung von neuen Ideen für die Lehre zum Ziel hat.
