Sven Murmann hat den Vorstandsvorsitz der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) übernommen. Der bisherige Vorstandsvorsitzende und Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger wechselt an die Spitze des Kuratoriums. Das teilt die Stiftung in einer Pressemitteilung mit.
Murmann gehört dem sdw-Vorstand bereits seit 2010 an und führt als Hamburger Verleger und geschäftsführender Gesellschafter der Murmann Publishers GmbH das Engagement seiner Familie in zweiter Generation fort. Die 1994 auf Initiative des damaligen Arbeitgeberpräsidenten Klaus Murmann gegründete sdw steht damit weiterhin in enger Verbindung zur Unternehmerfamilie.
Zu Murmanns Stellvertretern im Vorstand wurden Oliver Barta und Christina Ramb bestimmt, die beide bereits dem Gremium angehörten. Oliver Barta, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg sowie des Vereins Unternehmer Baden-Württemberg hat diese Position bereits seit 2023 inne. Christina Ramb, Mitglied der Hauptgeschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), ist seit 2020 Mitglied des Vorstands und übernimmt jetzt den Posten der stellvertretenden Vorsitzenden.
Als geschäftsführende Vorstände komplettieren Alexandra Gerstner, Vorsitzende der Geschäftsführung der sdw gGmbH, sowie Lars Krösche, Kaufmännischer Geschäftsführer der sdw gGmbH, das Führungsteam.
Wechsel an der Spitze des Kuratoriums
Rainer Dulger, geschäftsführender Gesellschafter der ProMinent GmbH und seit 2020 Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, übernimmt den Vorsitz des Kuratoriums der sdw. Er verantwortet damit künftig die Aufsicht über die als Holding organisierte Stiftung.
Dulger betont die Bedeutung qualifizierter Fachkräfte: „Nur mit gut ausgebildetem Nachwuchs können wir den wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands zukünftig sichern. Als Arbeitgeberverbände arbeiten wir mit der sdw seit über 30 Jahren in diesem Bereich eng zusammen.“ Weitere Mitglieder des Kuratoriums sind unter anderem Ulrike Murmann, Heiner Feldhaus und Bertram Brossardt.
Anstifter und Impulsgeber
Murmann sieht in seiner neuen Funktion den Auftrag, die sdw als Gemeinschaftsinitiative der deutschen Wirtschaft strategisch weiterzuentwickeln: „Mehr denn je brauchen Wirtschaft und Gesellschaft junge Menschen, die Verantwortung übernehmen und die Zukunft aktiv gestalten.“
Die Stiftung fördert bundesweit Tausende junge Menschen mit einer Vielzahl an Programmen. Diese richten sich an Schüler, Studierende, Promovierende und junge Berufstätige und sollen Bildungsbiografien unabhängig von sozialer Herkunft stärken. Mit dem „Studienkompass“ will die Stiftung etwa einen Beitrag dazu leisten, Kindern aus Nichtakademikerfamilien ein Studium zu ermöglichen. Das Hans-Weisser-Stipendium fördert hingegen Berufstätige und Gründer bis 40 Jahre, dich sich weiterbilden möchten.
Stiftungen wie die sdw versteht Murmann als „Anstifter und Impulsgeber für zukunftsfähige gesellschaftliche Transformationen“, insbesondere im Bildungsbereich. Die Programme der sdw setzen auf Kooperationen mit Bund, Ländern, Unternehmen und Förderstiftungen, um einen nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der Bildungsqualität zu leisten.
