Die Merck Family Foundation erhält zum 15. Mai 2026 eine neue Leitung: Michael Arlt übernimmt die Geschäftsführung der in Darmstadt ansässigen gemeinnützigen GmbH, sein Vorgänger Walter Huber geht nach zehn Jahren an der Spitze der Stiftung in den Ruhestand. Die von der Unternehmerfamilie der E. Merck KG finanzierte Stiftung fördert vor allem Bildungs- und Gesundheitsprojekte im globalen Süden und unterstützt dabei gezielt Engagement von Merck-Mitarbeitenden. Die E. Merck KG hält am Gesamtkapital des Pharmakonzerns Merck KGaA rund 70 Prozent und trifft die unternehmerischen Grundsatzentscheidungen der Unternehmensgruppe.
500 Projekte gefördert
„Ich freue mich, dass ich meine beruflichen und ehrenamtlichen Erfahrungen für die Merck Family Foundation und die von ihr geförderten Projekte einsetzen kann“, sagt Arlt laut Pressemitteilung. „Es ist eine großartige Aufgabe nach meiner Karriere als Chemiker.“ Der 62-Jährige war bis Ende 2024 insgesamt 31 Jahre für den Merck-Konzern tätig und leitete zuletzt den Bereich Lab Services, der die Forschung und Entwicklung der Unternehmensbereiche Life Science, Healthcare und Electronics mit analytischen und technischen Dienstleistungen unterstützt. Ehrenamtlich engagiert er sich unter anderem in der Fachgruppe Analytische Chemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker.
Walter Huber, 69, war seit der Gründung der Merck Family Foundation im Jahr 2016 Geschäftsführer und hatte zuvor von 1998 bis 2016 die Konzernkommunikation von Merck geleitet. „Es war mir eine große Ehre und Freude, die Merck Family Foundation seit ihrer Gründung zu leiten.“ Seit 2016 habe die Stiftung mit fast 45 Millionen Euro knapp 500 Hilfsprojekte gefördert, so der scheidende Geschäftsführer. „Nach zehn Jahren übergebe ich die Leitung in sehr gute Hände und bin überzeugt, dass die wertvolle Arbeit erfolgreich fortgeführt und weiterentwickelt wird“, erklärte Huber.
Die Merck Family Foundation wurde im Jahr 2016 von der Familie Merck als gemeinnützige GmbH ohne Kapitalstock gegründet und wird vollständig aus Mitteln der rund 150 Gesellschafter der Unternehmerfamilie finanziert. Sie verfolgt ausschließlich gemeinnützige und mildtätige Zwecke, darunter die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens und des Bildungssystems, die Unterstützung bürgerschaftlichen Engagements und die Hilfe in Notfällen. Zu ihrem Engagement zählen auch Vorhaben der internationalen Entwicklungszusammenarbeit mit Fokus auf den globalen Süden.
