Zwischen Absolute und Total Return

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Nachdem hitzige Debatten an dieser Stelle den Zeitplan bereits gerissen hatten, konnten die Beispielfälle leider nicht mehr besprochen werden. In den Präsentationen von Dr. Gregor Seikel (STOCKMANN UND KOLLEGEN) und Klaus-Dieter Erdmann (MMD Multi Manager GmbH) können Interessierte dies jedoch nachlesen.

Bisher war es vor allem darum gegangen, was man alles mit Gewinnen (und Verlusten) aus der Vermögensanlage machen kann. Im Anschluss daran stand dann im Vordergrund, wie man Gewinne überhaupt erzielt. Klaus-Dieter Erdmann erläuterte das Konzept von Stiftungsfonds und zeigte sich in gewohnt entspannter Manier ganz auf Seiten der Stiftungen – „Kosten sollten Sie im Auge behalten. Was Sie nicht an den Fondsmanager bezahlen müssen, muss der auch nicht on top verdienen.“ Bei der Erläuterung zu den Ausgabenquellen eines Fonds betonte er nicht nur, dass an manchen Stellen durchaus Einsparungspotenzial schlummert, sondern verwies auch darauf, dass Stiftungen hier selbstbewusst Transparenz einfordern sollten. Außerdem wies er noch darauf hin, dass Stiftungen sich überlegen sollten, wie viel Verlust man maximal bereit sei zu ertragen und über welchen Anlagehorizont man verfüge. Wer genug Zeit hätte bestimmte Marktphasen auszuhalten, könne mitunter auch ein paar Jahre abwarten, bis sich die Performance wieder verbessert habe statt Anteile mit Verlusten zu realisieren. Mit dieser Maßgabe könne man sich bei der Fondsauswahl besser orientieren – und als Vorstand ruhiger schlafen.

In der anschließenden Podiumsdiskussion mit den vier Fondsmanagern wurden diese Aussagen bestätigt. Deutlich wurde nicht nur, dass jeder Fonds stärkere und weniger starke Marktphasen hat. Es zeigte sich auch, dass man über eine gewisse Zeit immer mit Schwankungen rechnen müsse, sich die Fonds jedoch mit ihrer jeweils eigenen Strategie und Ausrichtung gut davon erholen könnten. „Strategie in der Vermögensanlage hat mit Disziplin zu tun“, kommentierte Erdmann. Disziplin bedeute auch, nicht in schlechten Marktphasen blind auszusteigen, sondern abzuwarten, und eher noch zuzukaufen. Die unterschiedlichen Konzepte der vorgestellten Fonds ermöglichten nicht nur eine Diversifikation innerhalb der Fonds über die verschieden gewählten Assetklassen, sondern auch über Management-Stile. So könne man sich für alle Marktphasen gut aufstellen.

Holger Schröm beispielsweise, der den Global Income Fund von JP Morgan Asset Management vorstellte, betonte den Income-Aspekt des Fonds. „Stiftungen brauchen hauptsächlich Ausschüttungen“, meinte er. Der Fonds sei deshalb so konzipiert, dass man Erträge erwirtschaften müsse, damit die Stiftungen ihre Ausschüttungen zuverlässig erhalten. Das stehe bei seinem Fonds, neben der Werterhaltung, im Vordergrund.