Nahezu 400 Menschen in Uganda können durch ein Stuttgarter Gemeinschaftsprojekt langfristig ihr Einkommen sichern. Ein Weg aus der Armut durchs Bäume pflanzen!

Beinahe 72.000 Setzlinge wurden seit dem Start des Projekts im Januar 2020 in die Erde gesetzt. Bäume, die in Kombination mit Früchten und Gemüse die Ernährungssituation der Bauern verbessern. Aus den Überschüssen können sie eigenes Einkommen erwirtschaften.

Basis dieses Gemeinschaftsprojekts bilden die Expertisen von Fairventures Worldwide und der Stiftung Stay. Die gemeinnützige Organisation Fairventures Worldwide sind Pflanzspezialisten, die schon in Indonesien ein großes, prämiertes Wiederaufforstungsprojekt betreiben und genau wissen, welche Bäume und Früchte in bestimmten Böden am besten gedeihen. Mit ihrem Konzept der Zwischenfrüchte – Früchte oder Gemüse, was neben den Setzlingen gedeiht und der jeweiligen Familie schon früh als Versorgung dient – konnten sie schon viele Bauern zur Neuanpflanzung motivieren. Die Stiftung Stay hat dagegen für ihren neuen Weg der Entwicklungszusammenarbeit ein Netz aus afrikanischen Kleinunternehmern aufgebaut, die sich in ihrer jeweiligen Region bestens auskennen.

Andere Stiftungen – alle Mitglieder im Stiftungsnetzwerk Region Stuttgart – kamen hinzu, die ebenfalls Schnittstellen mit dem Projekt haben: einerseits regional (Afrika), andererseits thematisch (Entwicklungszusammenarbeit). Nach einer Kick-Off-Veranstaltung im Februar 2020 begab sich die Stiftung Stay in ihrem gegründeten Netzwerk einheimischer Sozialunternehmer, der LATEK Stay Alliance Uganda, auf die Suche nach potenziellen Partnern in Uganda: Im März konnten bereits die ersten Baumschulbetreiber ausgebildet werden.

Das Interesse an den Schulungen war enorm. Vom Juli bis August 2020 wurden an fünf Projektstandorten fast 400 Kleinbauern geschult. Damit wurde das Ziel bereits im ersten Jahr übertroffen, obwohl aufgrund der Corona-Auflagen in Kleingruppen à max. 30 Personen geschult werden musste.

Nachdem die Setzlinge im Boden sind, folgt jetzt der Anbau der Marktfrüchte, die den Landwirten langfristig ein eigenes Einkommen ermöglichen. Die dafür ausgewählten Erdnüsse und Bohnen werden in diesem Sommer neben die Baumsetzlinge angebaut. Bis Ende des Jahres werden weitere 300 Landwirte geschult.

„Ich bin ehrlich, ich habe die Kraft dieses Kooperationsprojektes unterschätzt. Ich habe das Gefühl, dass durch die Gemeinschaft von Stiftungen eine richtige Dynamik entstanden ist. Es besteht eine große Identifikation mit dem Projekt. Jeder hat etwas davon. Es ist nicht einer, der am Schluss, auf einem Podest steht, es stehen alle darauf und können auf das Erreichte stolz sein. Und alle können ihr eigenes Netzwerk aktivieren und so das Projekt bekannt machen um weitere Unterstützer zu finden.“ sagt Benjamin Wolf, Geschäftsführer von Stay mit Blick auf die Projekterfolge.

Ermöglicht wird das Gemeinschaftsprojekt durch das Engagement folgender Stiftungen:
Robert Bosch Stiftung, Heidehof Stiftung, Louis Leitz Stiftung, Gerhard und Paul-Hermann Bauder Stiftung, Vector Stiftung, The Schaufler Foundation, Gips-Schüle-Stiftung, Josef Wund Stiftung.

Quelle

https://stuttgarter-stiftungen.de/wp-content/uploads/PM_10-Stiftungen-gemeinsam-gegen-Armut_2021_06_17.pdf
Diese Pressemitteilung wurde eingestellt von: Jule Fiedler, Stiftungsnetzwerk Region Stuttgart e. V.

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