Die RAG-Stiftung blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Die Stiftung verbuchte 2018 demnach ein Rekordergebnis von 912 Millionen Euro. 458 Millionen Euro stammen laut Pressemitteilung aus dem Veräußerungsgewinn von 3,5 Prozent der Anteile an Evonik im September 2018. Bereinigt um diesen Sondereffekt bleibe unterm Strich ein „Rekord-Jahreserfolg seit Gründung der Stiftung von 454 Millionen Euro“. Im Vorjahr hatte die Stiftung 431 Millionen Euro Ergebnis gemeldet.
300 statt 220 Millionen Euro
Seit Anfang des Jahres trägt die RAG-Stiftung nun die Finanzierung der Ewigkeitsaufgaben aus dem Steinkohlenbergbau, etwa das Abpumpen und die Reinigung des Grubenwassers. Wie die WAZ berichtet, hat sich die Stiftung auf zum Ziel gesetzt, den Wandel in der einstigen Industrieregion zu gestalten. „Wir verstehen uns auch als Impulsgeber“, zitiert die Zeitung den Vorstandsvorsitzende Bernd Tönjes: „Wir wollen in acht bis zehn Jahren sagen können: Das Ruhrgebiet hat die Transformation geschafft.“
„Für die anstehenden Aufgaben sind wir finanziell hervorragend ausgestattet“, so Tönjes laut Pressemitteilung. Dass die Aufgaben größer ausfallen als anfangs angenommen, hatte die Stiftung bereits im vergangenen Jahr kommuniziert. Nun hat sich laut Tönjes bewahrheitet, dass die laut WAZ ursprünglich veranschlagten 220 Millionen Euro pro Jahr nicht ausreichen. Für 2019 rechne man mit „knapp 300 Millionen Euro“. Nach der Umsetzung der optimierten Grubenwasserkonzepte in NRW und im Saarland sei jedoch mit Einsparungen zu rechnen. „Den aktuellen Ausgaben stehen hohe Einnahmen gegenüber. Die Rückstellung für Ewigkeitslasten summierte sich laut Stiftung zum Jahresende 2018 auf 7,79 Milliarden Euro.
7,3 Milliarden Euro in Kapitalanlagen
Das Ende des deutschen Steinkohlenbergbaus im Dezember 2018 hat auch für die RAG-Stiftung eine Zeitenwende eingeläutet. „Während die Stiftung bis Ende 2018 fast ausschließlich Kapital über die Erträge aus ihrem Vermögen hatte aufbauen können, kam Anfang Februar nun die erste Rechnung für die Ewigkeitsaufgaben. Längst seien die Menschen in der Zukunft ohne Steinkohlenbergbau angekommen, so Tönjes. „Jetzt müssen wir alle Kräfte bündeln, um daraus eine gute Zukunft zu machen!“