Seit 1931 hatte in Nicaragua eine nationale Rotkreuz-Gesellschaft bestanden, 2023 brachte ihr vorläufiges Ende. Im Mai widerrief die Regierung des mittelamerikanischen Landes das Dekret, das die Arbeit der Hilfsorganisation ermöglicht – und enteignete sie de facto. Im Dezember, wenige Tage vor Weihnachten, wurde auch das Internationale Komitee des Roten Kreuzes (IKRK) des Landes verwiesen, wie die spanische Tageszeitung El País berichtet. Schon im März 2022 hatte die Regierung den Repräsentanten des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes, Thomas Ess, ausgewiesen, ohne dafür einen Grund zu nennen. Tage zuvor war der Botschafter des Vatikans aufgefordert worden, das Land zu verlassen.
Nicaragua: Regime gegen Rotes Kreuz
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