Wegweisend? Joachim-Herz-Stiftung investiert in Deeptech

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Die Joachim-Herz-Stiftung hat eine Struktur etabliert, um in Start-ups zu investieren. Hintergrund, so Finanzvorstand Ulrich Müller, sei fehlendes Risikokapital in Deutschland. Man sehe hier große und in den kommenden Jahren wachsende Finanzierungslücken. Strategisch bedeutet dies eine Erweiterung des Private-Markets-Anteils für die Hamburger Stiftung. „Wir wollen dabei nicht in irgendwelche Branchen oder Märkte investieren, sondern uns auf den Deeptech-Bereich fokussieren, und zwar in Deutschland und Europa“. Der Begriff Deeptech beschreibt Unternehmen und Technologien, die auf wissenschaftlichen Durchbrüchen, intensiver Forschung und komplexen technologischen Innovationen beruhen und besonders vielversprechende Lösungen für gesellschaftliche Probleme versprechen. Das Vehikel dafür ist ein Fonds, den die in Berlin und London ansässige Investment-Plattform Marvelous unabhängig als Assetmanager verwaltet und der sich unter anderem auf Bereiche wie Neue Materialien, Abfallverwertung und Robotik konzentriert. „Es war für uns klar, dass wir das als diskretionäres Mandat machen. Das handhaben wir grundsätzlich so im Bereich Private Markets“, sagt Müller. Marvelous treffe seine Entscheidungen auf Grundlage von Anlagevertrag und Anlageprinzipien. Auch ein Investmentkomitee werde dabei einbezogen, dem jedoch keine Vertreter der Stiftung angehörten. „Wir mischen uns da nicht ein.“

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