Stiftung Hamburg Maritim erweitert Vorstand

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Die Stiftung Hamburg Maritim hat zwei Juristen in ihren Vorstand berufen. Das geht aus einem Pressebericht der Stiftung hervor. Carsten Grau, Fachanwalt für Steuerrecht, und Martin Schellenberg, Fachanwalt für Vergaberecht, erweitern das Gremium, dem bereits der Vorsitzende Claus Liesner, sowie Herta Kornetzky und Markus Söhl angehören. Damit erhöht sich die Zahl der Vorstandsmitglieder von drei auf fünf.

Langjährige Verbindung

Nach Angaben der Stiftung Hamburg Maritim ist Grau mit der Stiftung seit über 20 Jahren eng verbunden. Er habe ihre Entwicklung persönlich begleitet und kenne Aufgaben wie Herausforderungen der Organisation genau. Der selbständige Rechtsanwalt bringe neben seiner steuerrechtlichen Expertise auch nautische Fachkenntnisse in die Stiftungsarbeit ein. Schellenberg hat demzufolge die Stiftung bereits bei verschiedenen Ausschreibungsverfahren beraten und begleitet. Der Fachanwalt für Vergaberecht ist Partner bei der Rechtsanwaltskanzlei Heuking in Hamburg. „Mit ihrer Unterstützung stellen wir die Stiftung frühzeitig für die kommenden
Generationen auf und stärken ihre Zukunftsfähigkeit,“ sagte Claus Liesner laut Pressemitteilung.

Die Stiftung Hamburg Maritim wurde im Jahr 2001 von der Hamburgischen Landesbank als gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet und setzt sich nach eigenen Angaben für die Sicherung des maritimen Erbes der Hansestadt ein. Im Mittelpunkt stehen Erhalt, Restaurierung und Betrieb historisch wertvoller Schiffe, Hafenanlagen, Kaischuppen und Hafenkräne.

Historisches Kaiserzeit-Ensemble

Zum Vermögen der Stiftung zählen denkmalgeschützte Gebäude und Anlagen an der sogenannten 50er-Strecke im Hafen der Hansestadt, dem letzten vollständig erhaltenen Kaianlage-Ensemble aus der deutschen Kaiserzeit. Zum Stiftungsvermögen gehören zudem eine Flotte historischer Schiffe sowie Fahrzeuge der historischen Hafenbahn. Zu den prägenden Wasserfahrzeugen zählt unter anderem der Lotsenschoner No. 5 Elbe, der Stückgutfrachter Bleichen und das Dampfschiff Schaarhörn. Für Erhalt und Betrieb wirbt die Stiftung um Spenden sowie Zustiftungen und verweist zudem auf Unterstützung aus Politik und Wirtschaft. 

Die Stiftung Hamburg Maritim ist auch bundesweit für den maritimen Kulturerhalt aktiv. Im November 2025 stellte der Haushaltsausschuss des Bundestags 30 Millionen Euro für den Erhalt des nationalen maritimen Erbes bereit. Das Geld ist für die Deutsche Stiftung Maritimes Erbe vorgesehen, mit deren Gründung die Stiftung Hamburg Maritim beauftragt wurde. Die Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Bundesverkehrsministerium.