18.10.2019 | Von Die Stiftung

Erste Bilanz der Maria-Ladenburger-Stiftung

Eineinhalb Jahre nach der Gründung der Maria-Ladenburger-Stiftung hat die Organisation bislang Fördermittel in Höhe von 25.000 Euro ausgezahlt. Sie unterstützt unter anderem Studierende, die unter schwierigen Bedingungen an der Universität beginnen.

Maria-Ladenburger-Stiftung
Gedenkstein für die 2016 ermordete Maria Ladenburger unweit des Tatorts an der Dreisam in Freiburg. Foto: Andreas Schwarzkopf, CC BY-SA 4.0

Die Gründung der Maria-Ladenburger-Stiftung war in einer aufgeheizten gesellschaftlichen Stimmung ein Politikum. Die Arbeit der gemeinnützigen Organisation soll es nicht sein. Drei Jahre nach der Ermordung der Medizinstudentin in Freiburg durch einen inzwischen zu lebenslanger Haft verurteilten Asylbewerber aus Afghanistan kann die Stiftung eine erste Bilanz ziehen.

„Zeichen der Menschlichkeit“

„Wir arbeiten für die Ziele und Werte, für die sich Maria in ihrem Leben eingesetzt hat“, sagt Michael Lauk laut Stuttgarter Zeitung und Deutscher Presse-Agentur (DPA). Lauk ist Vorsitzender des Verbandes der Freunde der Universität und leitet damit auch die Maria-Ladenburger-Stiftung. Die Stiftung solle „ein Zeichen der Menschlichkeit setzen mit der Unterstützung Hilfsbedürftiger und so Marias Ziele und Ideale in ihrem Sinne ein Stück weiterleben lassen“. Die Eltern Maria Ladenburgers wurden im März mit dem Bürgerpreis der Zeitungen ausgezeichnet.

Die Stiftung, gegründet am 21. März, dem Tag vor der Urteilsverkündung, habe in den ersten eineinhalb Jahren Fördermittel in Höhe von rund 25.000 Euro ausgezahlt. „Gefördert wurden damit mehr als 20 Studenten und Studentengruppen sowie die Studienstarthilfe des Studierendenwerks“, wird Lauk zitiert. Auch sie sei in Zeiten niedriger Zinserträge auf zusätzliche Spenden angewiesen.

Drei Förderschwerkpunkte

Zweck der Maria-Ladenburger-Stiftung ist es, „Bildung und Erziehung von Studierenden der Universität Freiburg, vor allem an der medizinischen Fakultät, zu fördern“. Der Internetauftritt stellt die drei Förderschwerpunkte vor:

1.) Die Vergabe von Stipendien an Studierende, die in einer schwierigen Lebenssituation sind – etwa aufgrund einer schweren Erkrankung oder einer Körperbehinderung.

2.) Studierende sollen unterstützt werden, die Praktika oder Famulaturen im Rahmen ihres Studiums in einem Entwicklungsland verbringen wollen.

3.) Es werden konkrete Projekte von Studierenden in der Entwicklungsarbeit, vor allem im medizinischen Bereich, gefördert.

maria-ladenburger-stiftung.de

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