Mathias Weidner: Mehr Miteinander bei der Bildung

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Lebenslanges Lernen als Ziel
Umso mehr, und das zeigte die Diskussion, in die sich noch Prof. Dr. Helmut Wohland einbrachte, seien Unternehmen bzw. unternehmerische Initiativen gefordert, diesem Malus aktiv zu begegnen. Wohland betont, dass Kinder tatsächlich das „WOZU“ Ihres Tuns vor Augen haben müssten, dass sowohl das Bildungssystem als auch die Wirtschaft hier gefordert sind, Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen exakt diesen Sinn im Leben und Dasein zu vermitteln. Für Wohland hapert es hier oftmals an der Führung, würden kurzfristige Kämpfe um Umsatz und Marge den Blick der Unternehmenslenker auf das Wesentliche verstellen. Augenmaß sei gefragt, und nicht das maßlose Überfordern von Mitarbeitern. Führung bedeutet für Wohland, der selbst jahrelang unter anderem als Vorstand bei MAN Roland fungierte, den Mitarbeiter erfolgreich zu machen. Denn sei der Einzelne erfolgreich, sei es sehr wahrscheinlich, dass das Unternehmen – also das große Ganze – auch erfolgreich sei. Hierfür müssten aber antiquierte Sichtweisen über Bord geworfen werden, etwa dass mit der Ausbildung alles Wesentliche für den beruflichen Lebensweg aufgegleist wurde. Im Gegenteil. Eine erfolgreich absolvierte Ausbildung ist Basis für lebenslanges Lernen, und Unternehmen sind heute erst recht dann erfolgreich, wenn sie diese Bereitschaft ihrer Mitarbeiter befördern und motivieren statt sie stetig zu torpedieren.

Fazit
Sowohl Daniell Porsche als auch Prof. Dr. Helmut Wohland konnten die Gäste dafür erwärmen, beim Thema Bildung den Horizont deutlich zu weiten. Es käme darauf an, Kindern Vorbilder zu bieten, diese anzureizen, immer wieder auf Neues wissbegierig zu sein. Der Hunger nach mehr dürfe nicht auf Umsätze reduziert werden, waren sich Porsche und Wohland einig. Mathias Weidner, Kopf hinter der werte aus bildung gGmbH und der von DIE STIFTUNG als Medienpartner begleiteten Veranstaltung, wird es mit Wohlwollen vernommen haben. Zwei Macher und ein Ökonom, die mehr Initiative einfordern. Das Machen war und ist eben immer noch das beste Argument, insbesondere im Bildungsbereich, wo gerne viel geredet, aber wenig unternommen wird. Unternehmer hier sukzessive in die Verantwortung einzubinden, ist eine kluge Entscheidung. Denn Unternehmen kommt von unternehmen, und nicht von unterlassen.

 

Über Fragen, Anregungen oder Kritik freut sich Verlagsleiter und Stiftungsfondsexperte Tobias Karow unter karow@die-stiftung.de