Gero Bauer tritt „aus persönlichen Gründen“ doch nicht die Leitung der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld an. Daniel Baranowski bleibt damit vorerst kommissarisch im Amt.

Eigentlich hätte der Diversitätsforscher Gero Bauer in den ersten Monaten des neuen Jahres seinen Job als neuer Vorstand der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (BMH) antreten sollen. Nun erfuhr die Plattform queer.de aus dem Kuratorium der Stiftung, dass er aus „persönlichen Gründen“ den Posten nicht antreten werde.

Die BMH setzt sich für die Gleichberechtigung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen, trans- und intergeschlechtlichen sowie queeren Personen (Abkürzung: LSBTTIQ) in Deutschland ein. Bauer wurde Mitte 2021 in einem öffentlichen Ausschreibungs- und Wahlprozess zum Nachfolger von Jörg Litwinschuh-Barthel gewählt. Es gab damals Kritik aus der LSBTTIQ-Community, dass wieder ein weißer, homosexueller Mann die Stiftung leiten werde anstatt eine lesbische Frau oder diverse Person.

Bauer ist aktuell Geschäftsführer des Zentrums für Gender- und Diversitätsforschung an der Universität Tübingen und hat einen Lehrauftrag an der Universität Maryland in den USA.

Ohne Führung ist die Bundesstiftung trotz dieser Personalmeldung nicht: Seit November hat Daniel Baranowski die Stiftungsleitung kommissarisch inne. Er arbeitet seit 2015 als wissenschaftlicher Referent für Kultur, Geschichte und Erinnerung bei der BMH. Mit dem Bundesministerium der Justiz, das die Fachaufsicht über die Bundesstiftung hat, werde man „zeitnah gemeinsam über den geeigneten Weg zur Neubesetzung des Vorstandsamts beraten“, zitierte queer.de Baranowski.

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