Maecenata-Stiftung beruft
Stiftungsrat neu

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Die Maecenata-Stiftung hat mit Wirkung zum 5. September 2025 ihren Stiftungsrat neu berufen. Rolf Alter übernimmt den Vorsitz des Stiftungsrats von Stefanie Wahl, die dieses Amt seit 2018 innehatte und dem Gremium als einfaches Mitglied weiter angehören wird. Neu berufen wurde Thomas Kleine-Brockhoff. Im Amt bestätigt wurde die Vorständin der ADAC-Stiftung, Christina Tillmann. Sie ist seit 2024 Mitglied im Stiftungsrat der Maecenata-Stiftung und ab sofort zudem stellvertretende Vorsitzende des Gremiuns. Victoria Weber gehört dem Rat seit 2011 an. Heike Kahl scheidet mit Ablauf der Amtsperiode aus dem Gremium aus.

Der Vorstand wurde laut Stiftung turnusgemäß bestätigt. Ansgar Gessner, seit 2024 im Amt, bleibt geschäftsführender Vorstand, Gründer Rupert Graf Strachwitz gehört weiterhin dem Leitungsgremium an und behält seine Rolle als Senior Strategic Advisor. Für den Vorstand beginnt damit eine neue fünfjährige Amtszeit.

25 Jahre Führungserfahrung bei der OECD

Rolf Alter, Volkswirt und Fellow an der Berliner Hertie School, war über 25 Jahre in Führungspositionen bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) tätig und berät seit 2021 im UN-Ausschuss für öffentliche Verwaltung. „Als Vorsitzender des Stiftungsrats möchte ich meinen Beitrag dazu leisten, dass Stiftungen vertrauenswürdige und wertvolle Partner inklusiver Gesellschaften sind“, sagte er laut Pressemitteilung der Stiftung. „Damit verbinde ich, dass Stiftungen Engagement für das öffentliche Interesse, Transparenz, Effizienz, Professionalität und Verantwortlichkeit leben.“

Thomas Kleine-Brockhoff, früherer Journalist und heute Direktor der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, betonte die Bedeutung der Zivilgesellschaft: „Zivilgesellschaft ist ein Kernbestandteil liberaler Demokratie. Sie zu fördern und, in Zeiten wie diesen, zu verteidigen, ist mir seit Jahren ein Anliegen.“ Er freue sich auf die Mitarbeit im Stiftungsrat.

Watch-Dog im Bereich Zivilgesellschaft

Die Maecenata-Stiftung wurde 2010 von Rupert Graf Strachwitz gegründet und ist eine gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in München. Sie versteht sich als unabhängiger Thinktank zur Förderung und Stärkung der Zivilgesellschaft. Die Stiftung betreibt versteht sich als unparteiischer Watch-Dog im Bereich Philanthropie, Zivilgesellschaft und Stiftungswesen in Europa.

Im Jahr 2023 gab die Stiftung Fördermittel von rund 13,9 Millionen Euro im In- und Ausland aus. Der mit Abstand größte Förderposten ist das Programm Transnational Giving, das Philanthropen Steuerersparnisse für Spenden ins Ausland ermöglicht. Die Stiftung verfolgt die Ziele Förderung von Wissenschaft, Bildung, Bürgerengagement sowie den internationalen Spendentransfer und humanitäre Hilfe.

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Das Maecenata-Institut für Philanthropie und Zivilgesellschaft in Berlin wurde 1997 als gemeinnützige GmbH gegründet und 2010 in die Stiftung eingegliedert. Das Institut versteht sich als außeruniversitäre Forschungseinrichtung und widmet sich der Analyse, Beobachtung und Förderung zivilgesellschaftlichen Handelns. Seit März 2023 steht es unter der Leitung von Siri Hummel.

In Zusammenarbeit mit Hochschulen und Kooperationspartnern im In- und Ausland führt das Institut eigene Forschungsprojekte durch. Es arbeitet mit Förderern wie der Otto-Brenner-Stiftung, dem EU-Förderprogramm Cerv oder der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt zusammen. Damit ergänzt es die Stiftung um eine wissenschaftliche Ebene.